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letzte Aktualisierung: 08.11.2022

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Radverkehrskonzept Hochtaunus - im Usinger Land

Radverkehrskonzept Hochtaunus (LOGO)Der Hochtaunuskreis hatte bis Anfang 2022 kein eigenes Radverkehrsnetz. Vereinzelt gibt es kommunale Radverkehrsplanungen. Übergeordnete Radverkehrsnetze sind das Netz des Regionalen Flächennutzungsplans (RegFNP) sowie das Radhauptnetz Hessen.

Kein Radverkehrsnetz war das vom Hochtaunuskreis erstellte Radroutennetz, das Baisis für die Ausschilderung per grüner Standard-Fahrradwegweisung war. Hierbei handelte es sich um ein Freizeitnetz.

Der Hochtaunuskreis hat ein Radverkehrskonzept für den Alltagsradverkehr erstellen lassen mit dem Ziel, sichere Radwegeverbindungen zwischen den kreisangehörigen Städten und Gemeinden zu schaffen. Das Projekt der initialen Konzepterstellung begann im November 2020 mit einer ersten Online-Bürgerbeteiligung und wurde im Januar 2022 abgeschlossen.

Dieses Dossier behandelt die Kommunen im Zuständigkeitsbereich des ADFC Usinger Land e.V., also Neu-Anspach, Usingen und Wehrheim, die man aufgrund der geografischen Gegebenheiten (geologisch so nicht korrekt) auch unter dem Begriff „Usinger Becken“ zusammenfassen kann.

Erste Nachrichten zum Thema:
Letzte Nachrichten
Usingen > L3270 - Radweg Eschbach - Michelbach
Radweg ausgebaut - Ergebnis aber allenfalls drittklassig

Auf öffentliche Initiative des ADFC hat die Stadt Usingen den bestehenden Radweg zwischen dem Ortsteil Eschbach, den Eschbacher Klippen und Michelbach vom Land Hessen sanieren lassen. Auf dem Weg verläuft auch die Buchfinkenroute. Da es eine Landesstraße ist, bezahlt die Sanierung das Land Hessen. Saniert ist inzwischen der Abschnitt Eschbach - Eschbacher Klippen und ein Stück nach der Kuppe bis Michelbach. Der Weg über die Kuppe sieht verbessert aus, bleibt aber nach wie vor ein benutzungspflichter Fuß-/Radweg mit wassergebundener Decke.

Der Abschnitt zwischen Eschbach und dem Parkplatz Eschbacher Klippen ist etwas breiter geworden, die Breite schwankt nun zwischen 2,1 Meter und 2,2 Meter. Die massiven Wurzelaufbrüche sind beseitigt, der Weg verläuft aber nach wie vor unmittelbar neben einer Birkenbaumreihe - ob das dauerhaft so glatt bleibt? Die Hessische Standardbreite für benutzungspflichtige Fuß-/Radwege außerorts beträgt 2,5 Meter - bei schwachem Fußgängerverkehr. Der Platz für einen breiteren Weg - zumindest mal 2,5 Meter - wäre auch da. Zudem ist der Weg von Fußgängern - gerade mit Hunden - stärker frequentiert, schon die Mindestbreite von 2,5 Meter, die hier gar nicht erreicht wird, darf als ausreichende Breite angezweifelt werden. Hinzu kommt noch das Gefälle - Konflikte sind so vorprogrammiert. Hier bleiben Stadt und Land unter ihren Möglichkeiten, als Schulnote kann auch der sanierte Zustand kaum besser als mangelhaft (Note 5) bewertet werden. Vor der Sanierung war es allerdings noch schlechter. Eine gute Rad- und Fußverkehrsförderung sieht trotzdem anders aus, erst recht, wenn man das Gesamtbild betrachtet.

L3270, Usingen-Eschbach, Ortsgrenze
Radweg L3270 Eschbach - Michelbach - hier: Eschbach Ortsgrenze (Beginn/Ende ohne Querungshilfe)
Bild 1: Radweg ohne Querungshilfe; Verortung in Open Street Map Link zur Stadt Bad Camberg

L3270, Usingen-Eschbach, Ortsgrenze (Radweg)
Radweg L3270 Eschbach - Michelbach - hier: Eschbach Ortsgrenze (Beginn/Ende)
Bild 2: Radweg nun breiter und ohne Wurzelaufbrüche; Verortung in Open Street Map Link zur Stadt Bad Camberg

L3270, Usingen-Eschbach, Parkplatz Klippen Richtung Eschbach
Radweg L3270 Eschbach - Michelbach - hier: Parkplatz Eschbacher Klippen, Richtung Eschbach (Beginn/Ende)
Bild 3: Radweg Richtung Eschbach - Platz für größere Breite wäre vorhanden; Verortung in Open Street Map Link zur Stadt Bad Camberg

Nicht wesentlich verändert wurde bisher der Abschnitt über die Kuppe. Statt zu asphaltieren, ist die Oberfläche weiter wassergebunden - mit allen Nachteilen: Nicht zu säubern, nicht zu räumen, ständig wieder zuwachsend. Trotzdem gilt hier noch die Benutzungspflicht, das ist sehr fraglich. Das ist viel mehr drin!

L3270, Usingen-Eschbach, Parkplatz Klippen Richtung Kuppe / Michelbach
Radweg L3270 Eschbach - Michelbach - hier: Richtung Kuppe / Michelbach weiter wassergebundene Decke statt Asphalt
Bild 4: Radweg mit wassergebundener Decke - das bleibt nicht lage so gut nutzbar; Verortung in Open Street Map Link zur Stadt Bad Camberg

Auch im Abschnitt nördlich der Kuppe bis zum Ortseingang Michelbach (grob über 200 Meter Länge) wurde der Weg saniert und auch etwas breiter. Mit etwa 1,75 Metern bleibt er sogar deutlich unter den Mindestmaßen. Die Situation ist hier topografisch etwas schwieriger, an der Seite stehen nämlich auch Bäume, die einer Verbreiterung entgegenstehen.

L3270, Usingen - Eschbacher Klippen, hinter der Kuppe Richtung Michelbach
Radweg L3270 Eschbach - Michelbach - hier: nach der Kuppe Richtung Michelbach - sehr schmaler Weg
Bild 5: Radweg Richtung Michelbach - zu schmal, das Radwegschild ist weggedreht; Verortung in Open Street Map Link zur Stadt Bad Camberg

Offensichtlich wurde die Bordsteinkante zur Auffahrt ab Michelbach kurz hinter der Ortsgrenze etwas abgesenkt. Es bleibt aber eine Kante, die in sehr spitzem Winkel angefahren werden muss und deshalb eine Sturzgefahr beinhaltet. Hier hätte man auch auf eine Kante ganz verzichten können, entweder ganz ohne Bordsteine oder mit den inzwischen gängigen Kasseler Borden, die einen niveaugleichen Übergang bieten.

L3270, Usingen-Michelbach, Richtung Kuppe / Klippen / Eschbach
Radweg L3270 Eschbach - Michelbach - hier: nach der Kuppe Richtung Kuppe / Klippen / Eschbach mit schräg anzufahrender Kante
Bild 6: Radweg Richtung Michelbach - vermeidbare Sturzgefahr durch den Bordstein; Verortung in Open Street Map Link zur Stadt Bad Camberg

An keiner Stelle gibt es Querungshilfen. Sinnvoll kann das an mehreren Stellen sein, etwa am Ortseingang Eschbach, auf der Höhe der Eschbacker Klippen - wovon gleich auch alle Besucher profitieren würden, die vom Parkplatz zu den Klippen die Straße queren müssen und auf Michelbacher Seite - hier je nachdem entweder am Ortseingang oder - wahrscheinlich sinnvoller, direkt nach der Kuppe, wo ein Feldweg auf die L3270 mündet und der derzeit wassergebundene Fuß-/Radweg endet.

Eine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt es gar nicht mehr. Das wäre für alle, die die Straße queren wollen (auch für Besucher der Klippen, die mit dem Auto kommen), eine erhebliche Verschlechterung. Vielleicht steht die Anordnung einer Geschwindigkeitsbegrenzung aber noch aus.

Fazit:

Insgesamt ist die Sanierung zwar eine Verbesserung, aber eher von ganz schlecht zu schlecht - es wurde viel zu kurz gesprungen und hinter den Möglichkeiten geblieben.

Eine Benutzungspflicht über die Kuppe und auf Michelbacher Seite ist rechtlich wahrscheinlich gar nicht möglich. Von Michelbach kommend ist es bergauf eher sinnvoll, den sanierten Weg zu benutzen, bergab Richtung Michelbach eher nicht - allerdings wird einem nicht geholfen, sicher die Fahrbahn zu queren, weder vor noch nach der Kuppe oder an den Ortsgrenzen.
ADFC-HE-HT-UL-sp, 2022-11-07

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Neu-Anspach > Radweg L3270 (Abschnitt Heisterbachüberführung - Bahnhof)
Prüfauftrag für Umsetzung

Maßnahmenvorschlag des ADFC zum Lückenschluss der L3270 bis Neu-Anspach-BahnhofDie Stadtverordnetenversammlung hat mit der Sitzung am 30. September 2022 einstimmig - ohne Gegenstimmen und ohne Enthaltungen - einen Prüfauftrag zum ADFC-Vorschlag beschlossen, erweitert auf Vorschlag der CDU um den weiteren Verlauf der Bahnhofstraße (ebenfalls L3270).

Zur ursprünglichen Nachricht...
ADFC-HE-HT-UL-sp, 2022-11-07

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Zusammenstellung bisheriger Nachrichten
Wehrheim: Usinger Straße
Absenkung im Kreisel der Usinger Straße zum Fuß-/Radweg

Dooring-Problem mit Fahrradsymbolen Usinger StraßeSeit dem 29. September 2022 ist die Stelle, an der man vom Kreisel der Usinger Straße aus direkt auf den für den Radverkehr freigegebenen Fußweg Richtung Usingen / Oberloh fahren konnte, auf Null-Niveau abgesenkt.Bisher mussten zwei unmittelbar hintereinander folgende abgerundete Bordsteinkanten überwunden werden.

Mehr zur Maßnahme in den Nachrichten zur Usinger Straße...

Diese Maßnahme im Radverkehrskonzept Hochtaunus

Hier gehen wir etwas ausführlicher auf den Zusammenhang mit dem Radverkehrskonzept Hochtaunus ein, das diese Maßnahme gar nicht vorgesehen hat. Das Radverkehrskonzept Hochtaunus bleibt in diesem Bereich etwas "unscharf", hier wurde - wie an anderen Stellen auch - lediglich grundsätzlich Maßnahmenideen im Sinne einer Trassenlösung im Konzept aufgeführt, um überhaupt einmal zu Kostenschätzungen zu kommen. Die konkrete Ausgestaltung ist durchaus anders gestaltbar, das Konzept ist grundsätzlich nicht als detailgebundene Vorgabe zu verstehen. Dabei sollen aber die Grundsätze des Landes Hessen (siehe weiter unten, Links zur AGNH) verwendet werden. Deshalb hat der ADFC Usinger Land auch eine etwas andere Lösung vorgeschlagen, in die diese Absenkung aber voll hineinpasst.

Kartenauszug Radverkehrskonzept Hochtaunus
mit Kennzeichnungen vom ADFC und weiteren Erläuterungen
Grafik aus dem Radverkehrskonzept Hochtaunus: Usinger Straße, Bereich Kreisel - Ortsgrenze
Karte 1, Quelle Karte/Maßnahmen: Planungsbüro rv-k: Radverkehrskonzept-Hochtaunus (Web-GIS) Link zur Stadt Bad Camberg
Erläuterungspunkte zum ADFC-Vorschlag:
Nr. 1 | realisierte Markierung von Querungsstellen
Nr. 2 | realisierte Auffahrt auf die Fahrbahn Richtung Wehrheim-Mitte (keine bauliche Querungsstelle/-hilfe)
Nr. 3 | Absenkung der Zufahrt auf den freigegebenen Fußweg vom Kreisel
Nr. 4 | im Radverkehrskonzept vorgesehene Querungsstelle
Nr. 5 | vom ADFC vorgeschlagene Querungsstelle

Der ADFC schlängt in seinem Gesamtkonzept (siehe
ADFC-Ausrbeitung zur Usinger Straße) für den Abschnitt von der Ortsgrenze (Feldweg) bis zur Straße Am Kappengraben eine andere Lösung vor. Den Abschnitt Ortsgrenze - Kreisel kann man dabei weitgehend separat betrachten. Demnach wird eine bauliche Querungshilfe analog zu der geplanten Querung am Oberloh nicht am Ortseingang, sondern am Punkt Nr. 5 (Karte 1), statt wie im Konzept an Punkt 4 realisiert. Das hätte den Vorteil, dass auch der Radverkehr auf dem Feldweg abgesichert wäre, der am Ortsrand südwestlich verläuft und  ebenfalls vom Radverkehr genutzt wird (schon als Zufahrt zum Wohngebiet Residenz). Ein Fahrbahnteiler bremst zudem den einfahrenden Verkehr auf der Fahrbahn ab, das wäre schon für sich alleine eine sinnvolle Maßnahme. Bis zur Querung (Nr. 5) in Höhe der Rudolf-Diesel-Straße würde man Richtung Wehrheim-Mitte dann auch auf dem Seitenweg bleiben, der dafür zwischen Ortsgrenze und Rudolf-Diesel-Straße etwas breiter als das Mindestmaß von 2,5 Metern ausgeführt werden sollte (z. B. 3,0 Meter). Die bisherige, vor kurzem erst eingerichtete und noch außerorts liegende Auffahrt auf die Usinger Straße (Nr. 2) würde dann entfallen - gut, dass das nicht baulich gelöst wurde. Bis zum Kreisel fährt man dann auf der Fahrbahn, hier würde die Fahrbahnbreite sogar einen ordentlich breiten Schutzstreifen ortseinwärts bis zum Kreisel ermöglichen. Die anderen bisherigen Maßnahmen (Nr. 1, Nr. 3) passen dazu, ortsauswärts bleibt man auf dem Seitenweg. Der Seitenweg müsste dann noch im Abschnitt Kreisel - Rudolf-Diesel-Straße auf das Mindestmaß von 2,5 Meter Breite gebracht werden.

Das alles kosten natürlich Geld. Formal muss die Gemeinde mindestens die Maßnahmen auf dem Fußweg (Verbreiterungen) voll selbst bezahlen, eine Querungsstelle wohl auch. Da aber dieser Abschnitt Teil des Radhauptnetzes Hessen ist, gibt es hier trotzdem vermutlich erhebliche Zuschüsse vom Land Hessen, zudem winkt eine prioritäre Behandlung, eben weil es sich um das Radhauptnetz Hessen handelt. Das würde die Kostenfrage erheblich entschärfen, die Gemeinde Wehrheim würde zudem einen abbremsend wirkenden Fahrbahnteiler am Ortseingang erhalten - auf einer Gemeindestraße, was sie ansonsten selbst finanzieren müsste.

Ausgewählte Verweise zu Materialien der Arbeitsgemeinschaft Nahverkehr Hessen (AGNH):
Der ADFC-Vorschlag sieht übrigens auch für den Abschnitt Kreisel - Am Kappengraben vor - es lohnt sich also, in den ADFC-Vorschlag mal einen Blick zu werfen:
ADFC-HE-HT-UL-sp, 2022-09-30

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Usinger Land > Neu-Anspach
ADFC-Recherche im Ratsinformationssystem: Was machen die Kommunen?

Der ADFC hat in den Ratssystemen der drei Kommunen Neu-Anspach , Usingen und Wehrheim eine einfache Recherche zu Umsetzungsmaßnahmen aus dem Radverkehrskonzepts Hochtaunus durchgeführt. In den Ratssystemen sind Beratungsthemen, Anträge und Beschlüsse öffentlich hinterlegt.

Das enttäuschende Ergebnis:

Die Aktivitäten sind alles andere als ambitioniert. Klares Schlusslicht ist Usingen, keiner ist wirklich gut. Neu-Anspach erstellt immerhein eine Maßnahmenliste. Wehrheim und Usingen setzen Maßnahmen in Bereichen um, die gar nicht im Konzept stehen.
Wehrheim patzt mehrfach, in Usingen werden sogar explizit im Konzept genannte Bereiche bei Maßnahmen ausgespart und in Wehrheim auch noch Provisorien als erledigte Maßnahme deklariert.

Unsere Bewertung (
):
  • | Neu-Anspach
    ... in die richtige Richtung, aber wenig ambitioniert
  • | Usingen
    ... muss erst noch loslaufen, teils bereits kontraproduktiv
  • | Wehrheim (sehr ambivalent /)
    ... manches gelingt, manches gar nicht, viel zu oft recht "eigenwillig" unterwegs
Die Details aus den Kommunen...

...zu Neu-Anspach:

Für Neu-Anspach gab es eine Mitteilung der Verwaltung (
Mitteilung XIII/118/2022 vom 26.04.2022) an die Stadtverordnetenversammlung am 19. Mai 2022, nachdem die Stadt für Umsetzungen aus dem Radverkehrskonzept keine Haushaltsmittel eingestellt hat und demnach dieses Jahr keine Maßnahmen aus dem Radverkehrskonzept umgesetzt werden können (). Außerdem wird zugesagt, dass die zuständigen Leistungsbereiche im Laufe des Jahres alle Sofortmaßnahmen und weitere
Maßnahmen für Neu-Anspach prüfen werden, um dann im nächsten Jahr Haushaltsmittel für die Umsetzung dieser Kleinstmaßnahmen einzustellen (
). Das ist jedoch nur eine aufgezeigte Möglichkeit der Verwaltung für die Politik und noch lange nicht beschlossen. Zu den größeren Baumaßnahmen heißt es, sie könnten in den nächsten Jahren in Absprache mit den Baulastträgern und denNachbarkommunen umgesetzt werden ( ⊙ - zu wenig konkret). Aus der Politik kamen zwei inhaltlich ähnliche Anträge zur Prüfung, ob auf Radwegen Hindernisse wie Umlaufsperren entschärft werden können (). Diskutiert wurde auch, ob das Thema Fahrradfreundliches Neu-Anspach in eine AG delegiert wird. Es blieb sehr unverbindlich () und endete mit der Idee, es eventuell an die AG Verkehr aus der ISEK-Aktion "Perspektiven 2040" zu vergeben - allerdings passiert hier seit langer Zeit gar nichts und eine Wiederbelebung dürfte so schwierig werden () und üblicher Weise eher zu langen Verzögerungen führen, obwohl das schon mal umfassend von der AG bereitgestellt wurde.
  • | Mittel im Haushalt 2022
  • | Erstellung Maßnahmenliste
  • | Umsetzungsaktivitäten zu größeren Maßnahmen
  • | Prüfaufträge für die Reduzierung von Einbauten auf Radwegen (hier v. a. Umlaufsperren)
  • | Delegation der Fahrradfreundlichkeit in Neu-Anspach in weiteres Gremium
Für Mittel aus dem Haushalt bedeutet das: Da eine Liste von Sofortmaßnahmen erst "im Laufe des Jahres" erstellt wird, wird es mit einer Mitteleinstellung für konkrete Maßnahmen im regulären Haushalt 2023 wohl auch nichts. Es bleibt die Möglichkeit, pauschal Mittel bereitzustellen. Der ADFC hat ab 2023 gefordert, notfalls pauschal größere Summen einzustellen, die dann sofort genutzt und gegebenenfalls ja in den nächsten Haushalt übertragen werden können (siehe ADFC-Handlungsanalyse nach Fertigstellung des Konzepts).

Immerhin: Neu-Anspach ist die einzige der drei Kommunen, die öffentlich wahrnehmbar - wenn auch an aktive Suche gebunden - überhaupt etwas über die politischen Gremien systematisch und konkret zum Radverkehrskonzept unternimmt. Warum wird das eigentlich nicht beworben? Die Stadt braucht sich nicht wundern, wenn Bürger so keine Aktivitäten wahrnehmen und etwa im
Fahrradklima-Test 2022 (hier: im Usinger Land) schlechtere Noten herauskommen.

...zu Usingen:

Usingen lässt dieses Jahr den Radweg zwischen Michelbach und Eschbach sanieren. Hier war im Radverkehrskonzept Hochaunus allerdings gar keine Maßnahme vorgesehen. Nach Rückfragen des ADFC wurde dies bei der Erstellung des Konzepts bewußt nicht geprüft. Als Grund wird genannt, dass diese Verbindung nicht den Kriterien des Radverkehrskonzeptes entspricht und nur auf besonderen Wunsch der Stadt aufgenommen wurde - aber auch entsprechend behandelt wird. Fazit: Hier handelt es sich faktisch um eine lokale Ergänzung außerhalb des Radverkehrskonzeptes Hochtaunus. Gut, aber eben nicht Umsetzungsteil des Konzeptes.

Außerdem baut Usingen die Bahnhofstraße um. Ausgeführt wird von Magistrat, dass der Radverkehr dadurch berücksichtigt wird, dass im oberen Abschnitt zum Bahnhof hin ein Fahrradstreifen entsteht
(). Für diesen Abschnitt sieht das Radverkehrskonzept allerdings keine Maßnahme vor. Sie ist allerdings sinnvoll, aber eben dann eine lokale Ergänzung. Der ADFC sieht die Pläne in diesem Bereich trotzdem kritisch: Der Bürgersteig wird nicht breit genug, zudem sind weiter bergauf () und vor allem bergab () Längsparkplätze vorgesehen, die die "Dooring"-Problematik aufwerfen. Das ist nicht fahrradgerecht. Und das ist noch nicht alles: Ausgerechnet für den ebenfalls vom Umbau betroffenen Abschnitt, für den das Radverkehrskonzept konkrete Maßnahmen vorsieht, nämlich den Abschnitt Am Riedborn - Klaubergasse, passiert in den besonders kritischen Teilen nichts (). Auch hier werden Bürgersteige zu schmal, es gibt Abbiegespuren statt Radverkehrsanlagen und Längsparkplätze. Der ADFC hält die Planung für weitgehend misslungen, was die Förderung des Radverkehrs angeht und was übrigens auch für die proklamierte Entrée-Wirkung für Fußgänger gilt: So wird das nichts - siehe auch bei den ADFC-Nachrichten zur Bahnhofstraße Usingen.

Zu erwähnen ist noch das Nahmbobilitätlonzept, auf das sich die Stadt derzeit zurückzieht, und das nicht Teil des Radverkehrskonzeptes ist. Sehr viele Maßnahmen aus dem Radverkehrskonzept können ohne ein weiteres Konzept sofort in die Umsetzung gehen. Leider wird mit dem Nahmobilitätskonzept begründet, vorerst nichts zu tun ().

Ein frühzeitiger Antrag mit Fragen zum Radverkehrskonzept Hochtaunus aus dem Februar 2022 wurde mit breiter Mehrheit (v. a. CDU, SPD, FWG) abgelehnt. Unter anderem war gefragt, welche Stellungnhamen denn die Stadt abgegeben hätte, welche städtischen Gremien beteiligt waren, ob es eine Maßnahmenliste für Usingen gibt und Fragen zu Kosten und Umsetzungszeitpunkten. Für Intransparenz sollte es wenig Verständnis geben
().
  • | Mittel im Haushalt 2022
  • | Umbaupläne Bahnhofstraße (Abschnitt Am RiedbornWilhelmjstraße) | ...mehr
  • | Umbaupläne Bahnhofstraße (Abschnitt Am Riedborn - Bahnhof) | ...mehr
  • | Nahmobiltätskonzept wird als Ausrede genutzt, vorerst nichts zu tun
  • | Keine Auskünfte der Stadt für städtische Gremien zur Konzeptentstehung und Umsetzungsplänen
...zu Wehrheim:

Bei der Recherche im Ratssystem ist Wehrheim eine weitgehende Fehlanzeige. Ausnahme ist die komplette Neugestaltung der Bahnhofstraße, allerdings gibt es hier nichts Konkretes, außer das es angegangen wird
(). Allerdings ist halt doch etwas passiert, das sollte dann doch nicht unerwähnt bleiben.

Es wurden vor allem Markierungsarbeiten durchgeführt, leider mal mehr
() und mal weniger () sinnvoll und leider vor allem auf Abschnitten, für die im Radverkehrsnetz Hochtaunus gar keine Maßnahmen vorgesehen sind - siehe ADFC-Vorgänge Rodheimer Straße (), Köpperner Straße (/), Verbindung Wehrheim - Obernhain () - oder trotz sinnvoller Verbesserungen die wirkliche Herausforderung, eine adäquate Lösung für den Radverkehr herzustellen, noch bevorsteht (etwa in der Usinger Straße, siehe ADFC-Vorgang Radverkehrsanlagen in der Usinger Straße), gleichzeitig das aber schon als erledigte Maßnahme deklariert wird (). Es bedeutet außerdem, dass für die eigentlichen Maßnahmen aus dem Radverkehrsnetz Hochtaunus im Haushalt faktisch nichts eingesetzt wurde () und der gesamte Anteil aus der Planung - wie in Neu-Anspach und Usingen auch - noch aussteht. Auch die Querung am Oberloh ist keine Maßnahme aus dem Radverkehrskonzept, sondern lokaler, zusätzlicher Handlungsbedarf, um ein lokal ergänzendes Radwege/-verkehrsnetz herzustellen. Die provisorische Absicherung der Querung ist geradezu vorbildlich. Tatsächlich Teil des Konzepts sind lediglich die Markierung, die in den Wald führt (; Maßnahmen-Nr. P455, Ausfahrt/Einmündung sichern), die provisorische Querungsregelung (; Maßnahmen-Nr. P456, Übergang Fahrbahn-Radweg anlegen) und die Absicherungen der Johann-Gutenberg- und Rudolf-Diesel-Straße (; Maßnahmen-Nr. P457/458, Ausfahrt/Einmündung sichern). Die Maßnahmen sind als Sofortmaßnahme in Ordnung und wichtig, als Dauerlösung aber inakzeptabel. Die Querung ist sehr provisorisch und entspricht keinesfalls den Musterlösungen aus dem Radverkehrskonzept. Der ADFC Usinger Land hat sehr viel umfangreichere Maßnahmen vorgeschlagen, auch im Hinblick auf StVO-Konformität (Bürgersteig zu schmal) und besonderen Sicherhaitsbedarf von Kindern und Jugendlichen (siehe ADFC-Vorgang Radverkehrsanlagen in der Usinger Straße), die Gemeinde Wehrheim wird dem bislang nicht gerecht, wenn man die Ausrufung als "erledigte Maßnahme" mit berücksichtigt. Das ist keine abschließende Umsetzung des Radverkehrskonzepts in diesem Bereich, die Arbeit und er Aufwand kommten erst noch, wenn man die Radverkehrsförderung ernst nehmen will.

Gelungen ist die Umsetzung an der Kreuzung Schulstraße / Am Bürgerhaus
() auf Vorschlag des ADFC, allerdings hat man sich mühsam mit Nachbesserungen in Einzelschritten der vom ADFC ursprünglich vorgeschlagenen Lösung angenähert (siehe ADFC-Nachrichten zur Schulstraße).

Ganz mißraten ist das Verhalten bei der Sanierung der Bahnhofstraße im Abschnitt Süd
(), bei der man Chancen verpasst hat und statt dessen Bürgersteige ohne Erfordernis über Gebühr und entgegen der Soll-Vorgaben auf Bundesebene einschränkt (siehe ADFC-Vorgang Bahnhofstraße Südabschnitt).
  • | Mittel im Haushalt 2022
  • | Bahnhofstraße, Abschnitt Süd, grundhafte Sanierung Herbst 2021 | ...mehr
  • | Markierungen Rodheimer Straße (Gesamtbetrachtung) | ...mehr
  • | Markierungen Köpperner Straße (Gesamtbetrachtung) | ...mehr
  • | Bewerbung von Maßnahmen als erledigt, obwohl der Hauptteil noch ansteht
  • | Markierungen auf Verbindung Wehrheim - Obernhain | ...mehr
  • | provisorische Maßnahmen Usinger Straße | ...mehr
  • | komplette Neugestaltung der Bahnhofstraße wird angegangen
  • | Maßnahmen Schulstraße / Am Bürgerhaus | ...mehr
Eine Recherche kann übrigens jeder leicht durchführen - mit unseren Links genügt sogar ein Klick. Wir haben das für die Begriffe "Radwege" und "Radverkehr" hinterlegt:
ADFC-HE-HT-UL-sp, 2022-09-12

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Usinger Land > Neu-Anspach
Mitteleinstellungen in Haushalten für 2022

2022 ist das erste Umsetzungsjahr des Radverkehrskonzeptes von 14 Jahren (gerechnet bis einschließlich 2035). Haushalterisch ist es im Usinger Land ein verlorenes Jahr. Keine Kommune hat für vorher absehbaren Bedarf vorsorglich pauschale Mittel für die Radverkehrsförderung eingestellt. Der Hochtaunuskreis selbst hat das übrigens geschafft!

Unsere Bewertung:

  • | Neu-Anspach, Usingen, Wehrheim
Es bleibt festzuhalten: Das Radverkehrskonzept ist nicht "plötzlich vom Himmel gefallen", sondern vorab im Detail abgestimmt worden. Der Umfang für alle Kommunen (kommunaler Anteil ohne Fördermittel) beträgt 52 Mio. Euro und soll bis 2035 umgesetzt sein. Ein nicht unerheblicher Mittelbedarf war angesichts des vorab abgestimmten umfangreichen Maßnahmenkatalogs frühzeitig absehbar. Mit nur wenig ambitionierter Vorausschau hätte man pauschal bereits eine Summer für kleinere Maßnahmen im Haushalt 2022 einstellen können. Daher kann die ADFC-Bewertung zur Mittelbereitstellung im Haushalt 2022 nicht positiv oder neutral/gemischt ausfallen.
ADFC-HE-HT-UL-sp, 2022-09-12

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Deutschland / Usinger Land > Fördermittel
Bericht des Expertenrats Klimafragen: ADFC kritisiert unzureichende Maßnahmen für den Radverkehr

Der ADFC Usinger Land setzt eine Pressemitteilung des ADFC-Bundesverbandes in Bezug auf die Lokalpolitik für den Schwerpunkt des Fördermittelabrufs. Im Usinger Land muss man manche Kommune "zum Jagen tragen", wenn es um den Mittelabruf geht.


Usingen


Der Radwegneubau und die Sanierung alter Radwege an Bundes- und Landesstraßen wird vom Land Hessen gefördert. Der Radweg zwischen Michelbach und Eschbach ist ein gutes Beispiel: Er ist in jämmerlichen Zustand. Die Stadt Usingen scheut sich nicht, die Buchfinkenroute neu beschildert über diesen Weg zu legen - und den Radweg in diesem Zustand zu belassen. Das Land Hessen bewirbt schon seit Jahren, solche Radwege auf eigene Kosten zu sanieren - die Kommune kostet das: Nichts. Die Stadt Usingen hat trotzdem erst auf Initiative des ADFC Usinger Land hin kürzlich die Sanierung beim Land angestoßen. Hier gibt es noch weitere Bedarfe, etwa einen Radweg entlang der B275 von Usingen nach Merzhausen bis ins Weiltal entlang der B275. Dringend benötigt wird auch ein kurzes Wegstück entlang der B456 zwischen Usingen und Grävenwiesbach, damit auf der Buchfinkenroute nicht mehr auf der Bundesstraße geradelt werden muss. Die Wegherstellung ist auch zeitnah provisorisch möglich, der Platz ist da - es passiert aber nicht. Perspektivisch wird hier zudem eine Querungshilfe benötigt. Auch innerorts glänzt die Stadt Usingen nicht mit sonderlich fahrradfreundlichen Ansätzen, etwa mit den Planungen in der Bahnhofstraße und dem Kreisel am Westerfelder Weg.

Zu den ADFC-Nachrichten aus Usingen...


Neu-Anspach

Ein weiteres Beispiel sieht der ADFC in Neu-Anspach: Hier fehlt unter anderem ein ordentlicher Radweg zwischen Anspach und dem Hessenpark entlang der Landesstraße 3041 (Saalburgstraße). Auch hier muss die Stadt Neu-Anspach das Verfahren anstoßen - das Land zahlt. Ähnlich ist es mit einer Anbindung ab der Ampel Bahnhofstraße / Theodor-Heuss-Alle an den Bahnhof: Auch das ist eine Landesstraße, eine Weiterführung des Radwegs aus Westerfeld bis zum Bahnhof - vielleicht mit einer Radfahrerbrücke über die Theodor-Heuss-Alle - ist vom Platz her möglich. Es passiert jedoch nichts. Statt dessen werden Radwege zurückgebaut (Bereich In der Us) und es muss in zeitaufwändigen Verfahren nun eine vernünftige Breite wiederhergestellt werden - was inzwischen nach Initiative des ADFC angestoßen ist.

Zu den ADFC-Nachrichten aus Neu-Anspach...


Wehrheim

Einzig aus Wehrheim sind dem ADFC aktive Bemühungen bekannt, etwa um einen direkten Radweg von Wehrheim über die Anschlussstelle Süd zur Saalburg entlang der B456 hinzubekommen. Außerdem kümmert sich Wehrheim um die Fortführung des Radwegs entlang der L3041 im Köpperner Tal von der Lochmühle zur Anschlussstelle Süd - nach Obernhain besteht ein Weg, der abschnittsweise auch saniert werden müsste. Auch setzt sich Wehrheim für die Sanierung des bestehenden, sehr schlechten Radwegs im Köpperner Tal ein, der eigentlich auf Friedrichsdorfer Gebiet liegt. Auf der Rodheimer Straße - dem Weg zum Schwimmbad - treibt es Wehrheim allerdings zu bunt, und das kann man wörtlich nehmen. Manche Farbmarkierungen sind schlicht übertrieben und unnötig. Man lenkt den Radverkehr am Ortsausgang einseitig auf viel zu schmale Wege, die nach den geltenden Regeln gar nicht für den Radverkehr geeignet sind - Freiwilligkeit hin oder her. Hier schürt man Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern, statt entschlossen Radfahrer:innen zu schützen, etwa durch die Umwandlung der Rodheimer Straße außerorts bis zum Schwimmbad in eine Fahrradstraße. In Norddeutschland sind solche Lösungen gang und gäbe.

Zu den ADFC-Nachrichten aus Wehrheim...


Zusammenfassung Förderprogramme und konkrete ADFC-Forderungen

Förderprogramme sind wichtig. Es muss sie geben, und zwar langfristig. Planungen brauchen Zeit, Kommunen brauchen Planungssicherheit. Es muss allerdings auch den politischen Willen geben, diese Förderprogramme zu nutzen. Noch nicht einmal dann, wenn es wenig oder nichts kostet und als Parallelangebot gar nicht zu Lasten des Kraftfahrzeugverkehrs geht, wird das im Usinger Land entschlossen umgesetzt. Wie soll da mehr Klimaschutz im Verkehrsbereich oder gar eine Verkehrswende gelingen, wenn noch nicht einmal die passenden Angebote geschaffen werden?

Der ADFC Usinger Land hat Forderungskataloge erarbeitet, die viele Maßnahmen beinhalten. Das Radverkehrskonzept des Hochtaunuskreises zeigt ebenfalls viele Handlungsmöglichkeiten auf, die Stadt Usingen hat noch mehr aus Rückmeldungen zum Stadtradeln und dem Nahmobilitätskonzept - allein: Es passiert nicht viel.

Zu den ADFC-Forderungskatalogen für Neu-Anspach, Usingen und Wehrheim...

An dieser Stelle möchten wir aus dem Jahresbericht 2021/22 des ADFC Hessen zitieren (Seite 3, "Es muss viel schneller gehen!"):

"Von den 7.200 Kilometern Landesstraßen in Hessen sind nur 820 Kilometer, also 12 Prozent, mit Radwegen ausgestattet. Auch wenn eine Vollausstattung mit Radwegen gar nicht angestrebt ist, dürfte es beim bisherigen Tempo – jährlich entstehen weniger als 10 Kilometer – noch Jahrhunderte dauern, bis ein akzeptabler Ausbaustandard erreicht ist."

Quelle:
ADFC_HESSEN_JAHRESBERICHT_2021_2022_WEB1.pdf Symbol für externen Link in neuem Fenster

Fazit: Noch nicht einmal dann, wenn es wenig oder nichts kostet und als Parallelangebot gar nicht zu Lasten des Kraftfahrzeugverkehrs geht, wird das im Usinger Land entschlossen umgesetzt. Wie soll da mehr Klimaschutz im Verkehrsbereich oder gar eine Verkehrswende gelingen, wenn noch nicht einmal die passenden Angebote geschaffen werden?

ADFC-HE-HT-UL-sp, 2022-08-31

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Radverkehrskonzept Hochtaunus > Neu-Anspach > Radweg L3270 (Höhe: In der Us)
Vor-Ort-Termin: Leitplanke, Wegverbreiterung und Laternenversetzung

neue Engstelle Zweirichtungs-Fuß-/Radweg an L3270Bei einem Vor-Ort-Termin waren sich alle Beteiligten einig: Da geht was. Diskutiert wurden die Möglichkeiten, heraus kommt wahrscheinlich die Installation einer geeigneten Leitplanke, ggf. mit rückseitigem Schutz für Radfahrer:innen, der Versatz der Laternenmasten und die maximal mögliche Wegverbreiterung, die dann nur noch von dem Platzbedarf des Leitplankensystems limitiert. Weiterlesen...
ADFC-HE-HT-UL-sp, 2022-08-24

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Radverkehrskonzept Hochtaunus > Wehrheim > Rodheimer Straße
Kreistagsbeschluss wird als Begründung vorgeschoben - zu peinlich?

Wehrheim, Rodheimer Straße: Wilde FarbmarkierungenFür die zweifelhaften Maßnahmen in der Rodheimer Straße in Wehrheim (Weg zum Schwimmbad) wird ein nicht näher benannter Kreistagsbeschluss vorgeschoben, nachdem "Radverkehr in den allgemeinen Verkehr zu integieren sei". Tatsächlich hat die Gemeinde in der Rodheimer Straße aber das Gegenteil umgesetzt: Sie leitet den Radverkehr auf separate, viel zu schmale Wege um.
Weiterlesen...
ADFC-HE-HT-UL-sp, 2022-08-23

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Radverkehrskonzept Hochtaunus > Neu-Anspach > Radweg L3270 (Höhe: In der Us)
Verschlimmbessert - erste Einschätzung des ADFC Usinger Land

neue Engstelle Zweirichtungs-Fuß-/Radweg an L3270In der Höhe des neuen Baugebiets In der Us in Neu-Anspach wurde ein stark frequentierter kombinierter Zweirichtungs-Fuß-/Radweg zu Gunsten einer Abbiegespur für Kfz von ohnehin knappen 2,0 Metern Breite auf knapp 1,4 Meter reduziert. Nach Ansicht des ADFC gibt es eine Lösung, die das vermieden hätte: Eine Leitplanke statt des 1,5 Meter breiten Banketts. Weiterlesen...
ADFC-HE-HT-UL-sp, 2022-08-09

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Radverkehrskonzept Hochtaunus > Wehrheim > Rodheimer Straße
Mit der Umsetzung in Wehrheim geht es los: Und schon wird es (zu) bunt!

In Wehrheim gibt es erste Maßnahmen auf den Strecken des Kreisverkehrsnetzes. Bauliche Verbesserungen sind es allerdings nicht, dafür jede Menge Farbe auf der Fahrbahn und auf Wegen. An etlichen Stellen ist das gut und richtig, besonders in der Rodheimer Straße in Wehrheim sorgen Markierungen für Erheiterung und Kopfschütteln, Worte wie "unsäglich", "unlogisch" und "schleierhaft" fallen.

Rodheimer Straße in Wehrheim (Weg zum Schwimmbad)
Neue Markierungen in Wehrheim
Es wurden mehrere vollflächige Fahrbahnmarkierungen und Symbole auf dem Fahrbahn entlang der Rodheimer Straße zwischen Wehrheim und dem Schwimmbad aufgebracht.
So einen Murks sieht man selten. Nichts davon steht im Radverkehrskonzept des Hochtaunuskreises. Der ADFC präferiert andere Lösungen - auch wenn dafür frisch aufgebrachte Flächenmarkierungen wieder entfernt werden müssen.

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ADFC-HE-HT-UL-sp, 2022-07-07

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Radverkehrskonzept Hochtaunus > Wehrheim > Zwischenbilanz 2022-07-07
Umsetzung in Wehrheim? Nö. Lieber markiert man Parkplätze, wo Radverkehrsanlagen hingehören.

Tatort Bahnhofstraße Wehrheim: Im Herbst 2021 wird die Fahrbahn im Südabschnitt der Bahnhofstraße - direkt an den Bahnhof angrenzend - saniert. Statt an der Stelle gleich eine - wenn vielleicht auch provisorische - Radverkehrsanlage günstig aufzumalen, werden dort, wo eine Radverkehrsanlage sein müsste, lieber Parkplätze abmarkiert.

Sanierter südlicher Abschnitt der Bahnhofstraße mit Blickrichtung Bahnhof
Bahnhofstraße (südlicher Abschnitt) - Zustand 2021-10
Zustand nach neuer markierung Ende April 2022: Einschränkung des Fußverkehrs, weiter nichts für den Radverkehr

Alle Bemühungen des ADFC bisher laufen ins Leere. Selbst die Einschaltung des Landtagsabgeordneten Dr. Stefan Naas aus Steinbach, das sich unter seiner Bürgermeisterschaft bereits auf dem Weg zu mehr Fahrradfreundlichkeit aufgemacht hat und von der Stadt nun konsequent weiter verfolgt wird, bewirkt in Wehrheim - nichts. Statt dessen bläht man die Umsetzung auf: Es müssten komplette Lösungen her, man möchte kein Geld für Provisorien ausgeben, die Bahnhofstraße wird in ein paar Jahren ohnehin saniert. Für provisorische Parkplätze bis zur Sanierung der Bahnhofstraße, die auch noch vermeidbar zu Lasten der Bürgersteigbreite gehen, ist aber Geld da. Das Ganze passiert unter einer Grün-Gelb-Roten (in dieser Reihenfolge!) Mehrheitskonstellation, die die bisherige CDU-Mehrheit abgelöst hat. Man weiß als Wähler bald nicht mehr, wen man alles noch abwählen soll.


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ADFC-HE-HT-UL-sp, 2022-07-07

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Radverkehrskonzept Hochtaunus > Usingen > Zwischenbilanz 2022-07-07
Umsetzung in Usingen? Bestimmt. Irgendwann. Irgendwas.

In Usingen könnte man anhand des Radverkehrsnetzes ganz leicht eine Menge tun. Gemeint ist aber nicht, eine touristische Rundroute neu zu beschildern (und das auch noch mit Mängeln). Erst braucht man noch ein Nahmobilitätskonzept. Dabei sind einige Dinge glasklar und quasi alternativlos: Etwa das Asphaltieren des Wegs in Kransberg vom Ende der Straße Am Wellenhaag zur K729 ins Usatal, auch zwischen Usingen und Wehrheim könnte man sofort loslegen. Oder wie wäre es, einfach mal den Weg zwischen Usingen und Eschbach für den Radverkehr freizugeben? Er ist da, fahren dürfen dort ab Usingen aber nur Mofas, Radverkehr ist verboten. Wie gut, dass Radfahrer:innen gelernt haben, dass die Schilder der Straßenverkehrsordnung nach eigenem Gusto interpretiert werden müssen - sonst wäre von Usingen nach Eschbach niemand auf dem Rad unterwegs. Verkehrserziehung mal ganz anders - gut im Sinne des Klimaschutzes, schlecht fürs Image der Stadt. Nachtrag vom 26.07.2022: Die Beschilderung wurde geändert (siehe Radfahrer dürfen endlich legal zwischen Usingen und Eschbach fahren). uch auf die Sanierung des Radwegs an der Landesstraße zwischen Michelbach und Eschbach kam die Stadt nicht von selbst - dabei bezahlt die Sanierung das Land Hessen. Raten Sie mal, wer die Stadt darauf gestoßen hat... Und dann noch das: Die Bahnhofstraße und der schnell schon mal beschlossene Kreisel. Der ADFC wird nach einem (Informations-)Termin quasi überfahren, aber dass man ihn berücksichtigt hat, möchte man sich in einem einseitig formulierten internen Aktenvermerk schon mal vom ADFC bestätigen lassen - nachdem alle möglichen vor allem autofreundlichen Prämissen (das schließt insbesondere die Kreiselplanung ein) nur noch wenig zulassen. Der ADFC soll kapieren, dass nur das, was die Stadt Usingen vorlegt, möglich, gut und richtig ist. Nach Ansicht des ADFC sind schon die Prämissen falsch. So wird das nichts.
Ein kleiner Einblick in die Planungen gefällig? Na denn...alles öffentlich!

Planung des Kreisels, ein Auszug der Ausfahrt Richtung Bahnhof:
Kreiselplanung Bahnhofstraße/Westerfelder Weg, Ausfahrt Richtung Bahnhof (Auszug)
Sehen Sie hier einen Fahrradstreifen? Der ADFC nicht.

Planung der Bahnhofstraße, so dem ADFC vorgestellt:
Bahnhofstraße, Abschnitt vom Kreisel Richtung Bahnhof
Hier gibt es einen Fahrradstreifen - ja was nun?

Das Beste: Der Fahrradstreifen - das ist die hellgraue Fläche - ist vom Kreisel aus geplant. Bei der Kreiselplanung oben sieht man davon nichts. Schaut man in der unteren Darstellung nochmal hin: Der Fahrradstreifen verläuft über eine Bushaltestelle (Beschriftung gelb hervorgehoben). Das ist überhaupt nicht umsetzbar und fiel erst dem ADFC auf. Schwupps - schon ist ein erhebliches Stück Radverkehrsanlage wieder weg, das man vorher so prima präsentieren konnte. Erinnern Sie sich noch an den weiter oben im Text erwähnten Aktenvermerk? Glauben Sie, das darin etwas davon steht? Und das soll der ADFC auch noch bestätigen? Niemals.

Wir verweisen einmal mehr auf unsere Forderungen aus den Fahrradklima-Tests 2018 und 2020:
ADFC-HE-HT-UL-sp, 2022-07-07
Nachtrag 2022-07-26

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Radverkehrskonzept Hochtaunus > Neu-Anspach > Zwischenbilanz 2022-07-07
Umsetzung in Neu-Anspach? Nichts in Sicht.

Da wurde ein Radverkehrskonzept auf Kreisebene beschlossen, aber bisher nimmt man für Neu-Anspach gar nichts wahr. Ideen aus der politisch grünen Ecke sind richtig positiv, offen und innovativ. Aus der roten Ecke ist es eher enttäuschend (wahrgenommenes Motto: Man muss den Radfahrer:innen nur sagen, wo sie fahren müssen - es ist alles da. Dahinter steht doch nichts anderes als die Einstellung: Tun müssen wir eigentlich nix.).
Schaut man nach Wehrheim oder Usingen, ist wohl das Nichts besser als das, was dort so passiert. Ob so eine Veränderung zur Klimaneutralität im Verkehrsbereich gelingt? Ach ja: Gerne führt der ADFC die Solartour 2022 durch Neu-Anspach. Eine tolle Sache, aber halt kein konkreter Beitrag zur Verkehrswende. Wo ist die Initiative, endlich einen Radweg an der L3041 zwischen Anspach und dem Hessenpark hinzubekommen, damit man vernünftig ins Rhein-Main-Gebiet kommt? Was macht man im Gewerbegebiet um Siemens-, Philipp-Reis- und Rudolf-Diesel-Straße, um die völlige Ausklammerung des Radverkehr endlich mal abzumildern? Wann wird die Bahnhofstraße saniert - und zwar fahrradfreundlich? Das sind nur einige Fragen...

Neu sind tatsächlich Umlaufsperren auf einer wichtigen Route, dem Rauchschwälbchenweg:
Rauchschwalbenweg: neue Schranken
Der ADFC wünscht: "Gute Fahrt!". Freie Fahrt gibt es leider nicht. Und fädeln Sie nicht ein, besonders mit Lastenrad oder Anhänger!

Besser wäre es, auf der Adolf-Reichwein-Straße breite Radschutzstreifen zu markieren - dann fahren vielleicht weniger auf dem Rauchschwalben weg. Und ja, das geht ohne größeren Umbau nur zu Lasten von Parkplätzen. Das Parkproblem dort hat man mit der engen Bebauung selbst geschaffen, nun wird es für die Verkehrswende Zeit, das zu lösen. Engstellen mit Schranken und Pfosten gibt es noch mehr - ein ganz einfaches Handlungsfeld für die Stadt!

Wir verweisen einmal mehr auf unsere Forderungen aus den Fahrradklima-Tests 2018 und 2020:
ADFC-HE-HT-UL-sp, 2022-07-07

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Zusammenstellung bisheriger Nachrichten
Radverkehrskonzept Hochtaunus > Usinger Land
Pressemitteilung anlässlich der Beschlussfassung im Kreistag am 21. Februar 2021

Radverkehrskonzept Hochtaunus - im Usinger Land: Finanzmittel bereitstellen

ADFC-HE-HT-UL-sp, 2022-02-21

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Radverkehrskonzept Hochtaunus > Usinger Land
ADFC-Handlungsanalyse nach Fertigstellung des Konzepts

Es werden Investitionssummen von 152 Mio. € nur für das Kreisverkehrsnetz und einen Realisierungszeitraum bis 2032 kommuniziert. Nicht enthalten sind Radverkehrsförderungs­maßnahmen, die eine ebenfalls notwendige kommunale Verdichtung herstellen. Das ist nicht Teil des Kreiskonzepts. Das geplante Radverkehrsnetz fällt zudem hinter dem per Fahrrad­wegweisung ausgeschilderten Netz zurück. Das Kreisverkehrsnetz ist demnach bei weitem noch nicht alles, was für mehr Radverkehr in der Fläche notwendig ist.

Gesamtfazit: Finanzen und Personal auf kommunaler Ebene zeitnah bereitstellen!

Der ADFC erwartet von den drei Kommunen im Usinger Land zur zeitgerechten Umsetzung des Kreisverkehrsnetzes beginnend spätestens 2023 die Bereitstellung von Finanzmitteln und Planungskapazitäten. Abhängig von Förderquoten und Fördertöpfen kann der Eigenanteil dabei zwischen 20% und 100% liegen. Angesichts der hohen kreisweiten Gesamtsumme ohne Förderung nur für den kommunalen Anteil von 56 Mio. € muss schon im Haushalt 2023 mit einer Summe zwischen 200 T€ und 500 T€ von jeder der drei Kommune begonnen werden – und das über die mittelfristige Finanzplanung bis 2032 jährlich so fortgesetzt werden. Nicht berücksichtigt sind zudem örtliche Radverkehrskonzepte, die zusätzlichen Finanz- und Planungsbedarf nach sich ziehen. Die Ausbesserung oder Herstellung wichtiger Verbindungen kann nun umgehend begonnen werden.

Kostenverteilung Radverkehrskonzept Hochtaunus (ohne Zuschüsse)
Radverkehrskonzept Hochtaunus - Auszug Kostenverteilungstabelle 2022-01-28
Quelle: Radverkehrskonzept Hochtaunus, Stand: 2022-02-12

ADFC-HE-HT-UL-sp, 2022-02-13

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ADFC-Dossier zum Radverkehrskonzept Hochtaunus im Usinger Land
Links und Verweise

Hauptverweise

Verweisergänzungen
  • Fahrradklima-Test > Fahrradklima-Test im Usinger Land, u. a. mit...
    ... Testergebnissen seit 2018
    ... ADFC-Forderungskataloge für Neu-Anspach, Usingen und Wehrheim
  • Hauptroutennnetz Usinger Land: Kreishauptnetz Usinger Land, u .a. mit...
    ...ausführlichem Dossier zu Hauptverbindungen und Varianten
  • RegioMap RegFNP Symbol für externen Link in neuem Fenster
    Kartenportal zum Regionalen Flächennutzungsplan beim Regionalverband FrankfurtRheinMain
Querverweise

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